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Die 12 besten Aktivitäten auf Malta 2026

Die 12 besten Aktivitäten auf Malta 2026

12 Highlights auf Malta 2026: Valletta, Mdina, Blue Lagoon, prähistorische Tempel, Hafenrundfahrten und mehr. Ehrliche Empfehlungen, kein Marketingfluff.

Wie diese Liste entstanden ist

Malta ist eine 27 km × 14 km große Insel mit 7.000 Jahren Geschichte, einer EU-Hauptstadt, die architektonisch weit über ihre Größe hinauswächst, und zwei ruhigeren Schwesterinseln. Diese Liste konzentriert sich ausschließlich auf die Hauptinsel (Gozo hat seinen eigenen Reiseführer: Top-Aktivitäten auf Gozo).

Die 12 Erlebnisse unten wurden nach vier Kriterien ausgewählt: Tiefe der Erfahrung statt Oberflächlichkeit, Erreichbarkeit ohne Auto, ehrliches Preis-Leistungs-Verhältnis und geografische Verteilung über die Insel. Pferdekutschen und Touristenmenüs findet man hier nicht.

Budgethinweis: Malta verwendet den Euro (€). Viele der besten Erlebnisse sind kostenlos oder unter 10 €. Für die kostenpflichtigen wird der Preisbereich 2026 angegeben.


Die 12 besten Erlebnisse auf Malta

1. Valletta von Ende zu Ende zu Fuß erkunden

Valletta ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der kleinsten Hauptstädte der Welt — etwa 600 Meter mal 1.000 Meter. Alles ist in einem halben Tag zu Fuß erreichbar. Man betritt die Stadt durch das Renzo-Piano-Stadttor, geht die Republic Street an der Kunstgalerie St James Cavalier vorbei, biegt in eine der Seitenstraßen ab (Old Bakery Street, St Paul Street) und hat sofort den Touristenpfad hinter sich gelassen.

Die wichtigsten Stationen: die St.-Johannis-Ko-Kathedrale (wo Caravaggios Die Enthauptung Johannes des Täufers hängt — das größte Gemälde, das er je schuf), die Upper Barrakka Gardens mit dem Hafenblick, die unterirdischen Lascaris-Kriegsräume und die Strait Street für einen Drink in der Dämmerung. Für die Tiefe braucht man einen ganzen Tag. Die Kathedrale allein nimmt 90 Minuten in Anspruch.

Der Eintritt in die St.-Johannis-Ko-Kathedrale kostet 15 €. Eine geführte Tour ergänzt historischen Kontext, den ein Einzelbesuch vermissen lässt.

Geführte Valletta-Stadttour

Speziell für die Ko-Kathedrale:

St.-Johannis-Ko-Kathedrale Erlebnistour

2. Upper Barrakka Gardens und die Mittagskanone

Die Upper Barrakka Gardens liegen auf den Bastionen über dem Grand Harbour. Sie sind kostenlos zugänglich und täglich geöffnet. Der Blick von der Terrasse — über den Hafen nach Birgu, Senglea und die Drei Städte — ist das prägende Bild Maltas. Man kommt um 12:00 Uhr (oder 16:00 Uhr im Sommer) für den Kanonensalut: eine Tradition aus dem 17. Jahrhundert, die von uniformierten Darstellern aufrechterhalten wird, die eine historische Kanone von der Saluting Battery direkt unterhalb der Gardens abfeuern.

Der Kanonenschuss ist kostenlos, dauert drei Minuten und ist eines der befriedigenderen Rituale des maltesischen Alltags. Man kommt fünf Minuten früher und stellt sich auf der linken Seite der Gardens auf, um den besten Blick in die Batterie zu haben.

Der Barrakka-Lift (1,50 € einfach) verbindet die Gardens mit dem Hafenkai unten und erspart den Treppenstieg zurück.

3. Mdina erkunden — die stille Stadt

Mdina war tausend Jahre lang die Hauptstadt der Insel, bevor die Ritter von Malta Valletta errichteten. Sie liegt auf einem Kalksteinrücken in der Mitte der Insel, umgeben von mittelalterlichen Mauern, und hat etwa 250 ständige Einwohner. Kein Durchgangsverkehr, keine Busse und — zwischen 07:00 und 09:30 Uhr vor der Ankunft der Tagesausflügler — fast keine Touristen.

Die Gassen zeigen eng gedrängte normannisch-barocke Architektur. Palazzo Falson (ein Kaufmannspalast aus dem 15. Jahrhundert, 10 €) ist das beste Interieur auf Malta außerhalb von Valletta. Die Bastionen bieten Panoramablick über die gesamte Insel bis zum Meer.

Man sollte die Pferdekutschen meiden (60 €/30 Min. — dieselbe Strecke ist zu Fuß besser). Man geht vom Haupttor durch den Kathedralenplatz und entlang der Bastionen. Der Rückweg durch Rabat mit einem Besuch der Katakomben des Heiligen Paulus fügt eine weitere Stunde hinzu.

Geführte Stadttour durch Mdina

Alternativ bietet ein selbst geführter Audio-Tour denselben Weg im eigenen Tempo:

Audio-Guide und Karte für Mdina

4. Blue Lagoon, Comino — mit dem richtigen Timing

Die Blue Lagoon ist zu Recht berühmt: Das Wasser hat einen besonderen Türkiston, der durch den Kalksteinmeeresgrund und die geringe Tiefe entsteht. Die Insel Comino zwischen Malta und Gozo ist ansonsten unbewohnt (ein Hotel, ein Polizist, keine Autos).

Das Problem ist die Überfüllung in der Hochsaison: Im Juli und August kommen zwischen 10:00 und 17:00 Uhr bis zu 3.000 Besucher pro Tag mit Ausflugsbooten. Die Lösung ist das richtige Timing. Man kommt vor 09:30 Uhr oder nach 17:00 Uhr — das Wasser ist klarer, die Betonplattformen sind leer und das Licht ist besser zum Schwimmen.

Spezifische Abfahrtszeiten und die Abendskatamaran-Option finden sich im Blue-Lagoon-Timing-Reiseführer.

5. Prähistorische Tempel Hagar Qim und Mnajdra

Maltas megalithische Tempel sind 500-1.000 Jahre älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden. Hagar Qim und Mnajdra liegen nebeneinander an der Südküste mit Blick auf das unbewohnte Inselchen Filfla. Es sind Heritage-Malta-Stätten (Eintrittskarten je 10 € oder Kombiticket).

Die Tempel wurden zwischen 3600 und 2500 v. Chr. von einer Kultur erbaut, die Phöniziern, Römern, Arabern und Rittern vorausging. Das Besucherzentrum bietet eine gute Ausstellung zu den astronomischen Ausrichtungen — die innere Kammer in Mnajdra wird zur Sonnenwende vom aufgehenden Sonnenlicht genau beleuchtet.

Geführte Touren aller drei Haupttempelstätten (Hagar Qim, Mnajdra und Tarxien-Tempel bei Paola) starten in Valletta.

Geführte Tour zu den prähistorischen Tempeln

6. Grand-Harbour-Kreuzfahrt ab Sliema oder Valletta

Der Grand Harbour ist einer der großen natürlichen Häfen des Mittelmeers — er beherbergte die Ritter von Malta 268 Jahre lang und widerstand im Zweiten Weltkrieg einer deutschen und italienischen Belagerung. Vom Wasser aus wird das Ausmaß der Befestigungsanlagen auf eine Weise erkennbar, die ein Spaziergang auf dem Land nicht vermittelt.

Eine Zwei-Hafen-Kreuzfahrt umfasst sowohl den Grand Harbour als auch den Marsamxett Harbour (auf der Sliema-Seite) und führt an den Festungsanlagen, dem Waterfront der Drei Städte und dem alten Wellenbrecher vorbei. Dauer etwa 1,5 Stunden.

Sliema-Valletta-Drei-Städte-Panoramakreuzfahrt

Für ein längeres Erlebnis mit dramatischen Hafenblicken bei Nacht:

Grand-Harbour-Nachtkreuzfahrt

7. Birgu und die Drei Städte zu Fuß

Die Drei Städte (Birgu/Vittoriosa, Senglea, Cospicua) liegen direkt gegenüber von Valletta am Grand Harbour und werden konsequent übersehen. Sie sind genauso alt wie Valletta und haben erheblich weniger Besucher. Birgu ist der Ort, an dem sich die Ritter von Malta nach ihrer Ankunft 1530 niederließen, bevor Valletta gegründet wurde.

Das Waterfront von Birgu beherbergt das Schifffahrtsmuseum, Fort St. Angelo (eine echte Festung, die seit der Römerzeit in Betrieb ist, Eintrittskarten 10 €) und den Inquisitorenpalast — der einzige erhaltene Inquisitorenpalast, der in Europa für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Spaziert man am späten Nachmittag am Birgu Waterfront entlang, findet man Cafés mit direktem Hafenblick zu Valletta-Preisen minus 30 %.

Man kommt mit der Valletta-Drei-Städte-Fähre (je 1,50 €) dorthin — die fünfminütige Überfahrt mit dem Blick auf den Grand Harbour ist an sich schon lohnenswert.

8. Die Dingli-Klippen bei Sonnenuntergang erwandern

Die Dingli-Klippen an der Südwestküste sind der höchste Punkt der maltesischen Inseln (253 Meter über dem Meeresspiegel) und erstrecken sich etwa 7 km entlang eines Kalksteinplateaus. Der Klippenpfad ist kostenlos, von der Bushaltestelle Dingli (Linie 201 ab Valletta) aus erreichbar und einer der wenigen Orte auf Malta, der sich wirklich abgelegen anfühlt.

Man wandert nördlich oder südlich von der Kapelle Madlena. Bei klaren Bedingungen reicht die Sicht bis nach Sizilien, 90 km nördlich. Dies ist auch der beste Ort der Insel, um den endemischen maltesischen Wildesel zu sehen.

Eine geführte Tour ab Valletta kombiniert Dingli mit Rabat, Mdina und Ta’ Qali in einem halben Tag:

Mdina, Dingli-Klippen und San-Anton-Gardens-Tour

9. Fischerdorf Marsaxlokk

Marsaxlokk ist Maltas wichtigster Fischereihafen im Südosten der Insel. Die traditionellen Luzzu-Fischerboote — in Primärfarben bemalt mit dem Auge des Osiris am Bug — füllen den Hafen. Sonntags morgens findet ein Markt am Waterfront statt (man kommt vor 10:00 Uhr, um den Touristenstau zu vermeiden). Der Fischmarktbereich, etwas landeinwärts, ist der Ort, an dem Einheimische ihren wöchentlichen Bedarf kaufen.

Der wichtige ehrliche Hinweis: Die Waterfront-Restaurants am Sonntag verlangen Touristenpreise (25-35 € für gegrillten Fisch). Dieselbe Qualität in den Straßen dahinter kostet 18-22 €. An jedem Wochentag ist Marsaxlokk ruhiger und bietet besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Von Marsaxlokk aus ist St. Peter’s Pool — eine Reihe natürlicher Kalkstein-Badebecken mit tiefblauem Wasser — mit einem kurzen Bootsausflug erreichbar.

10. Geführte Stadttour durch die Drei Städte mit Fort St. Angelo

Für Reisende, die Struktur bevorzugen, kombiniert die Drei-Städte-Stadttour mit dem Einlass zu Fort St. Angelo das Birgu-Marineviertel mit dem Inquisitorenpalast und der Festung selbst in einem geführten halben Tag.

Stadttour Birgu und Drei Städte mit Inquisitorenpalast

11. Valletta Food-Tour — Straßenküche jenseits der Republic Street

Vallettas kulinarische Szene hat sich 2022-2026 erheblich weiterentwickelt, mit einer Gruppe seriöser Restaurants rund um die Strait Street, das Merchants-Street-Viertel und die Nebenstraßen parallel zur Republic Street. Eine Food-Walking-Tour ist der effizienteste Weg, das Gelände zu erkunden und die überteuerten Touristenfallen auf der Hauptstraße zu vermeiden.

Eine gute Food-Tour umfasst: den Zentralmarkt (Frischprodukte und lokales Frühstück), eine Ftira-Bäckerei (das traditionelle maltesische Ringbrot mit Thunfisch und Kapern), einen Pastizzi-Verkäufer (blätterteigähnliches Gebäck mit Ricotta oder Erbsenpüree, je 0,35 €) und moderne maltesische Küche.

Valletta Street-Food und Kulturspaziergang

12. Gozo-Tagesausflug von Malta

Gozo verdient eine eigene Reise und einen eigenen Reiseführer (Top-Aktivitäten auf Gozo), aber wenn man nur einen Tag für die Insel hat, deckt ein geführter Ganztagesausflug die Ggantija-Tempel, die Dwejra Inland Sea, die Citadella in Victoria und Ramla Bay ab. Die Fährüberfahrt von Cirkewwa dauert 25 Minuten.

Gozo-Tagesausflug mit Ggantija-Tempeln

Für Gozo mit mehr Tiefe, mit Tempeleintritt und Führung:

Ganztägige Gozo-Tour mit Ggantija, Salzfeldern und Dwejra

Praktische Hinweise für 2026

Fortbewegung: Malta hat keine Züge. Tallinja-Busse decken den Großteil der Insel zum Pauschalpreis von 2 € pro Fahrt ab. Bolt (Fahrtvermittlung) ist weit verbreitet und günstiger als weiße Taxis. Für Dingli, Marsaxlokk und den Süden spart ein Mietwagen Zeit, ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Reisezeitraum: April-Mai und September-Oktober bieten das beste Wetter für Outdoor-Aktivitäten (22-26 °C, weniger Massen, vernünftige Preise). Juli-August ist heiß (28-32 °C), überfüllt und teuer — trotzdem für Strand- und Bootsaktivitäten gut, wenn man das Timing im Griff hat.

Währung: Malta verwendet den Euro. Keine Notwendigkeit, Währung für EU-Reisende zu wechseln. Karten werden fast überall akzeptiert.

Für eine Budgetübersicht: Malta-Budgetrechner.

Für Unterkunft: Wo man auf Malta übernachtet.


Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage braucht man, um das Beste Maltas zu sehen?

Fünf bis sieben Tage reichen für die Hauptinsel (Valletta, Mdina, Drei Städte, Dingli, Marsaxlokk, eine Hafenrundfahrt und die Blue Lagoon). Zwei weitere Tage für Gozo und ein halber Tag für Comino ergänzen das Programm. Zehn Tage ermöglichen echte Tiefe, einschließlich einer langsameren Erkundung von Valletta und einiger Tage zu einem spezifischen Thema (Tauchen, Essen, Archäologie).

Ist Malta gut für Erstbesucher?

Außerordentlich gut. Malta ist klein, überall englischsprachig, EU-reguliert, gut mit dem Bus verbunden und sicher. Die Herausforderung besteht darin, zwischen zu vielen Optionen zu wählen, nicht darin, Schwierigkeiten zu navigieren. Erstbesucher sollten Valletta und dem Grand-Harbour-Bereich am ersten Tag Priorität einräumen — alles andere strahlt von dort aus.

Wann ist die beste Reisezeit für Malta?

September gilt als bester Monat: Die Meerestemperatur erreicht ihren Höhepunkt (25 °C), die Sommerferien-Massen beginnen abzunehmen, die Preise sinken um 15-20 % gegenüber dem August-Höchststand, und das Licht ist warm. April und Mai sind ausgezeichnet für Archäologie und Wanderungen (Wildblumen in voller Blüte, kühl genug zum Wandern). Juli-August ist Hochsaison — beherrschbar mit frühem Aufbruch und diszipliniertem Blue-Lagoon-Timing.

Ist Malta für Touristen teuer?

Mittelpreisig nach südeuropäischen Maßstäben. Budgetreisende kommen mit 50-70 €/Tag aus (Schlafsaal, Bus, Casual-Food). Eine komfortable Mittelklasse-Reise (3-Sterne-Hotel, Restaurantbesuche, zwei Aktivitäten pro Tag) kostet 120-160 €/Tag. Luxusoptionen gibt es ab 300 €/Tag. Die Einstiegserlebnisse — Valletta, Mdina, Barrakka Gardens, Dingli-Klippen — sind kostenlos oder sehr günstig.

Braucht man auf Malta ein Auto?

Nein. Das Tallinja-Busnetz verbindet Valletta, Sliema, Mdina, Marsaxlokk und die Nordküste ohne Auto. Fähren bedienen Gozo und Comino. Ein Auto hilft für Dingli, den ländlichen Süden und Dorfbesichtigungen — aber das Standard-Fünf-Tage-Programm ist vollständig ohne Auto durchführbar.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026