Höhlen- und technisches Tauchen auf Malta: Gozo, Comino und Tiefwracks
Höhlen- und technisches Tauchen auf Malta: Kathedralenhöhle, Binnenmeer-Tunnel, Tiefwracks, Tec-40-Kurse und Zertifizierungen für jeden Gozo-Spot
Was Malta dem erfahrenen Taucher bietet
Maltas bekanntestes Tauchangebot — das Blaue Loch, das Um El Faroud, die Kathedralenhöhle — ist gut dokumentiert. Weniger in touristenorientierten Reiseführern abgedeckt ist die erhebliche Szene für technisches Tauchen, die sich rund um Gozos Dwejra-Halbinsel und Maltas tiefere Wracks entwickelt hat. Fortgeschrittene Taucher mit Überkopfumgebungs-Ausbildung, technischen Zertifizierungen oder Interesse daran, über die 30-m-Freizeitgrenze hinaus zu tauchen, finden hier ein reiches Programm.
Dieser Leitfaden behandelt die Überkopfumgebungen (Höhlen- und Kavernentauchen im PADI/TDI-Sinne), die Tiefwrack-Profile für technische Taucher sowie den Zertifizierungsweg für Taucher, die auf diese Spots zugreifen möchten.
Terminologie verstehen: Freizeit, technisch und Höhle
Freizeittauchen: Gesamtes Tauchen ohne Dekompressionsverpflichtung, bei dem ein direkter Aufstieg an die Oberfläche jederzeit möglich ist. Maximaltiefe 40 m, effektives Freizeitlimit in den meisten Rahmen jedoch 30 m (Advanced Open Water).
Technisches Tauchen (Tec): Geplantes Dekompressionstauchen mit Stufenflaschen oder Rebreathern, oft jenseits von 40 m. Erfordert TDI- oder PADI-Tec-Zertifizierungen.
Kavernentauchen: Tauchen in einer natürlich beleuchteten Überkopfumgebung, bei der der Oberflächenausgang immer sichtbar und in einem definierten Abstand erreichbar ist (typischerweise innerhalb von 40 m vom Freigewässereingang in einem 60-Grad-Lichtbogen). Erfordert eine Spezialisierungszertifizierung.
Höhlentauchen: Tauchen tiefer in Überkopfumgebungen jenseits der Kavernenzone, wo die Oberfläche nicht mehr gesehen werden kann. Erfordert eine vollständige Höhlentaucher-Zertifizierung und gilt als die technisch anspruchsvollste aller Tauchdisziplinen.
Maltas Tauchstellen decken alle drei Ebenen ab, weshalb Dwejra auf Gozo für Höhlenzertifizierungskurse von TDI, NAUI und SSI sowie für PADIs Kavernen- und Höhlen-Endorsements genutzt wird.
Überkopfumgebungen auf Malta
Kathedralenhöhle, Dwejra (Gozo)
Die Kathedralenhöhle ist eine Kaverne — eine natürliche, hochgewölbte Höhle mit einem offenen Einstieg und ausreichendem Umgebungslicht im Innern. Sie wird als Kavernentauchen klassifiziert, nicht als Höhlentauchen, was bedeutet, dass erfahrene Freizeittaucher mit einem Instructor den Hauptraum besuchen können.
Zertifizierung: Für den Hauptraum ist mit einem Guide keine Spezialisierung zwingend erforderlich. Für selbstgeführtes oder tieferes Eindringen empfehlen verantwortungsvolle Gozo-Betreiber jedoch dringend das PADI Cavern Diver Endorsement.
Profil: Einstieg auf Meereshöhe, Abstieg auf 12–18 m im Innern, Maximaltiefe 20 m im hinteren Teil des Hauptraums. Die Höhle erstreckt sich weiter in zwei enge Durchgänge, die eine vollständige Höhlenzertifizierung erfordern.
Lichtanforderung: Eine Primärlampe (mindestens 500 Lumen) ist selbst im ambient beleuchteten Hauptraum obligatorisch — für die unteren Nischen und falls man dem Guide in Sekundärgänge folgt.
Meerestierwelt: Glasfische in dichten Schwärmen nahe dem Eingang, Kardinalbarsche überall, schlafende Ammenhaie und Jungzackenbarsche am hinteren Ende der Höhle. Die Kathedralenhöhle hat in der Nebensaison (November–März) bei geringerem Besucherdruck durchweg mehr Meerestierwelt.
Binnenmeer-Tunnel, Dwejra (Gozo)
Der Binnenmeer-Tunnel ist ein 70 m langer Durchgang, der die geschützte Lagune mit dem offenen Meer verbindet. Maximaltiefe im Tunnel: 8 m. Er ist breit genug (5–8 m) für zwei nebeneinander tauchende Taucher und an beiden Enden beleuchtet, was ihn zu einer Überkopfumgebung, aber technisch gesehen nicht zu einer Höhle im Sinne der Zertifizierung macht. Freizeittaucher, die sich mit kurzen Überkopfpassagen wohlfühlen, können ihn sicher durchqueren.
Wichtiger Sicherheitshinweis: Der Tunnel wird von traditionellen Fischerbooten (Luzzus) für Besichtigungsfahrten auf Oberflächenniveau genutzt. Vor dem Einstieg als Taucher mit den Bootsleuten koordinieren. In der Hochsaison (Juli–August) fahren die Boote ununterbrochen — der Guide wird den Einstieg zeitlich an den Bootsbetrieb anpassen.
Außenwand: Der Ausgang des Binnenmeer-Tunnels öffnet sich auf die Westwand von Dwejra, die auf 25 m abfällt. Hier handelt es sich um Freiwassertauchen (kein Überkopf), geeignet für Advanced Open Water Taucher.
Der Blaues-Loch-Schlot, Dwejra (Gozo)
Das Blaue Loch selbst ist ein vertikaler Schlot — technisch eine Überkopfumgebung vom Oberflächeneinstieg bis zum Bogen bei 8 m, wo man zur offenen Wand austritt. Der Schlotabschnitt ist kurz (8 m vertikal) und der Bogen ist breit, was ihn für Open Water Taucher mit einem Guide zugänglich macht. Unterhalb des Bogens handelt es sich um Freiwasser-Wandtauchen.
Fortgeschrittenes Profil: Manche Tec-Taucher steigen innerhalb des Blaues-Loch-Schlots an einer Abseilleinen ab, anstatt durch den Bogen zu gehen, und setzen im Schlotinnern fort. Das erfordert für den Schlotabschnitt Höhlenerfahrung und für die Tiefe eine Tec-Zertifizierung. Nichts für einen Versuch ohne formale Ausbildung und lokale Führung.
Wied il-Miqtub, Malta (Ghar il-Kbir-System)
Außerhalb der lokalen Tec-Taucher-Gemeinschaft kaum bekannt, hat das Ghar il-Kbir-Höhlensystem nahe Qrendi in Zentralmalta eine Unterwasserkomponente, die über einen gesperrten Einstiegspunkt zugänglich ist. Das System erfordert eine vollständige Höhlenzertifizierung und wird nur von Betreibern mit spezifischen Ortskenntnissen betaucht. Kein Spot für Selbstführung — ein lokaler Höhlentauchguide ist erforderlich.
Tiefwracks für technische Profile
Um El Faroud in technischer Tiefe
Das Heck des Um El Faroud liegt bei 36 m — der maximalen Freizeittiefe — und der Sand darunter bei 44–47 m ist bequem im Tec-40-Bereich. Technische Taucher planen Dekompressionstauchgänge, die die Grundzeit bei 36 m erheblich verlängern gegenüber dem, was ein Eintank-Freizeittaucher erreichen kann. Ein typisches Tec-Um-El-Faroud-Profil: 50+ Minuten bei 36 m, mit einem 20-minütigen Dekompressionsstopplan bei 6 m und 3 m.
Vollständige Details im Um El Faroud Guide. Am besten gezielt bei einem Betreiber buchen, der Tec-Tauchen neben dem Freizeitprogramm anbietet — nicht alle Um-El-Faroud-Betreiber bedienen Tec-Taucher.
MV Karwela, Ċirkewwa (Malta)
Die Karwela ist eine größere und tiefere Version des P29 — eine außer Dienst gestellte Passagierfähre, die 2006 bei Ċirkewwa versenkt wurde. Der tiefste Punkt des Wracks liegt bei 40 m. Für Freizeittaucher mit Advanced Open Water ist der Rumpf oberhalb von 30 m zugänglich. Für Tec-Taucher sind das vollständige Kielprofil und der Maschinenraum die Ziele.
Die Karwela gilt als das beste technische Penetrationswrack auf der Hauptinsel: Der Rumpf ist strukturell intakt, das Innenlayout ist mit einer Leine navigierbar, und das angesammelte Meeresleben im Innern (besonders Muränen, Zackenbarsche und große Schwärme von Kardinalfischen im Maschinenraum) belohnt die zusätzliche Ausbildung.
Die Doppelwracks von Ċirkewwa
MV Karwela und MV Cominoland (30 m, AOW zugänglich) liegen beide in der Ċirkewwa-Bucht. Ein Tec-Taucher kann ein Profil planen, das beide Wracks auf demselben Tauchgang abdeckt — beim tiefen Bereich der Karwela beginnend, zum Cominoland für einen flacheren Abschnitt aufsteigend und die Dekompressionsstopps über dem Riff zwischen beiden absolvierend. Lokale Tauchguides nennen das den „Ċirkewwa-Doppelgang” — ein beliebtes Tec-Profil.
Verfügbare Tec-Zertifizierungen auf Malta
PADI Tec 40
Einsteiger-Tec-Zertifizierung. Lehrt Dekompressionstauchen bis 40 m mit angereicherter Luft (EANx). Voraussetzung: Advanced Open Water, Rescue Diver, EANx-Zertifizierung, 30 protokollierte Tauchgänge. Kursdauer: 4–5 Tage. Öffnet Zugang zu: Um El Faroud mit geplantem Dekompressionsprofil, Karwela mit vollem Rumpf.
PADI Tec 45 und Tec 50
Erweiterungen des Tec-Weges auf 45 m und 50 m, mit bis zu 50 % Sauerstoff in einer Zweizylinder-Backmount-Konfiguration. Voraussetzung: Tec 40. Relevant für die tieferen Gozo-Wände und erweiterte Wrackprofile.
TDI Cave Diver
Die umfassendste Höhlentauch-Zertifizierung von Technical Diving International. Dreistufiger Kurs: TDI Cavern (grundlegender Überkopf), TDI Intro to Cave, TDI Full Cave. Jede Stufe baut Leineneinsatz, Teamtauchen-Protokolle und Notfallreaktionen auf. Die vollständige Höhlenzertifizierung dauert insgesamt 8–12 Tage. Maltas Dwejra-Höhlen sind Standard-Trainingsgelände für TDI-Höhlen-Instructoren.
PADI Cavern Diver
Ein kürzeres Einsteiger-Kaverne-Endorsement, begrenzt auf natürlich beleuchtete Bereiche innerhalb von 40 m Freigewässer. Empfohlen für selbstgeführtes Tauchen in der Kathedralenhöhle und den Ghar-il-Kbir-Zugangsgang. Dauert 1–2 Tage.
PADI Advanced Open Water — die Eintrittszertifizierung für Maltas tiefere SpotsEinen technischen Tauchbetreiber auf Malta wählen
Malta hat über 30 Tauchbetreiber, aber weniger als zehn bieten vollständige technische Tauchprogramme an. Wichtige Auswahlkriterien:
Instructor-Endorsements: Für technisches Tauchen sollte dein Instructor TDI- oder PADI-Tec-Instructor-Credentials sowie das spezifische Endorsement (Höhle, Tec 40, Rebreather) für dein Trainingsziel besitzen. Bitte darum, die Zertifizierungskarten des Instructors zu sehen.
Technische Ausrüstung: Tec-Tauchen erfordert 12-L- oder 15-L-Stahlflaschen, Sidemount- oder Backmount-Doppelgeräte, Stufenflaschen für Dekompressions-Gas und technische Tauchcomputer. Überprüfen, ob der Betreiber diese Ausrüstung verfügbar hat — nicht nur Freizeit-Eintankgeräte.
Gozo-basiert vs. Malta-basiert: Für Höhlentauchen bei Dwejra sind Gozo-basierte Betreiber erheblich besser positioniert. Sie führen täglich Morgenausflüge speziell zur Kathedralenhöhle und zum Blaue-Loch-Komplex durch, kennen die lokalen Bedingungen genau und haben die Logistik für die Tunnelpassage mit Booten.
Vergleich mit Freizeitbetreibern: Für eine detaillierte Bewertung der wichtigsten Betreiber siehe den Tauchshop-Vergleichsführer. Für technisches Tauchen speziell sind weniger Betreiber in diesem Vergleich aufgeführt — die Tec-Spezialoperationen werden in einem eigenen Abschnitt beschrieben.
Rebreather-Tauchen auf Malta
Closed-Circuit-Rebreather-Tauchen (CCR) ist eine Nische, aber ein wachsendes Spezialgebiet auf Malta. Der Hauptvorteil — deutlich verlängerte Grundzeit (2–3 Stunden bei 30 m mit einer einzigen Gasfüllung) — ist für Wrack- und Höhlenpenetrations-Profile relevant, bei denen Freizeit-Eintank-Tauchgänge zu kurz erscheinen. Mehrere Malta-Betreiber bieten Rebreather-Verleih (am häufigsten die rEvo- und KISS-Systeme) und CCR-Guides für erfahrene Rebreather-Taucher an.
CCR-Ausbildung (PADI/TDI CCR-Kurse) ist bei zwei oder drei Gozo- und Malta-Betreibern erhältlich. Ein vollständiger CCR-Zertifizierungskurs ist ein Engagement von 5–7 Tagen und erfordert umfangreiche Vor-Kurs-Taucherfahrung.
Sicherheit und Notfallverfahren beim technischen Tauchen
Druckkammer: Malta hat eine 24-Stunden-Druckkammer im Mater Dei Hospital, Msida (Tel: +356 2545 5494). Es ist die einzige Kammer im Land. Bei jedem Verdacht auf Dekompressionsunfall sofort DAN Europe (+39 06 4211 685) zusätzlich zu den lokalen Notfalldiensten (112) anrufen.
Gasplanung: Technisches Tauchen erfordert präzise Gasplanung mit spezifischen Algorithmen. Niemals einen Tec-Tauchgang mit Standard-Flaschenabfüllung eines Freizeitbetreibers planen. Gasmischungs-Prozentsätze am Tauchtag mit einem Sauerstoffanalysator bestätigen. Falsch beschriftete Flaschen sind bei etablierten technischen Tauchzentren auf Malta selten, aber der Aufwand lohnt sich.
Wetter und Stellenbeurteilung: Dwejras exponierte Position an Gozos Nordwestküste bedeutet, dass die Stelle in 2–3 Stunden von flach auf gefährlich wechseln kann, wenn Majjistral-Winde ankommen. Die endgültige Go/No-Go-Entscheidung immer auf Basis des beobachteten Seegangs am Einstiegspunkt treffen — nicht auf Basis einer Vorhersage vom Vorabend.
Häufig gestellte Fragen zum Höhlen- und technischen Tauchen auf Malta
Brauche ich eine Höhlenzertifizierung für die Kathedralenhöhle?
Für einen geführten Besuch des Hauptraums (ambient beleuchtet, innerhalb der Kavernenzone) ist gesetzlich keine formelle Kavernen-Zertifizierung erforderlich, aber verantwortungsvolle Betreiber verlangen mindestens Advanced Open Water und fragen möglicherweise nach einem Kaverne-Endorsement. Für selbstgeführtes oder tieferes Eindringen ist eine Kavernen-Zertifizierung obligatorisch.
Ist Gozo besser als Malta für technisches Tauchen?
Ja, für Höhlen- und Überkopfumgebungen. Dwejra ist auf Malta unübertroffen. Für Tiefwracks ist das Um El Faroud auf der Hauptinsel der Premier-Wracktauchgang für technische Profile. Das beste Tec-Itinerar auf Malta deckt beide ab.
Wo kann man einen TDI-Höhlenkurs auf Malta machen?
Mehrere Gozo-Betreiber sind autorisierte TDI- und PADI-Höhlen-Instructor-Einrichtungen. Kurse laufen typischerweise im späten Frühling und frühen Herbst, wenn die Dwejra-Bedingungen optimal sind. Monate im Voraus buchen für Frühjahrs-/Herbst-Slots — erfahrene Höhlen-Instructoren auf Malta haben Wartelisten.
Was ist der tiefste mögliche Tauchgang auf Malta?
Die tiefsten zugänglichen Tauchstellen auf Malta erstrecken sich auf etwa 60 m (tiefe Abschnitte der Karwela und einige Dwejra-Wände). Darüber hinaus erfordern Bedingungen und Physik CCR und Tec 65+-Ausbildung. Es gibt keine offiziellen „unbegrenzten Tiefen”-Stellen — Tiefen jenseits von 50 m in maltesischen Gewässern erfordern geeignete Gasmischungen (Trimix) und Planung.
Eine Tec-Tauchtour auf Malta planen: Logistik
Technisches Tauchen auf Malta erfordert mehr Vorausplanung als Freizeittauchen. Die wichtigsten logistischen Überlegungen:
Gasverfügbarkeit: Standard-Pressluft ist überall erhältlich. EANx-Mischungen (21–40 %) sind bei den meisten Betreiberzentren mit Vorankündigung verfügbar. Trimix (Helium/Sauerstoff/Stickstoff für Tauchgänge über 40 m) ist bei spezialisierten technischen Tauchzentren in Gozo und 2–3 Betreibern auf Malta erhältlich. Trimix-Verfügbarkeit beim Buchen bestätigen — es erfordert eine Vorankündigung von 24–48 Stunden.
Stufenflaschen-Verleih: Backmount-Doppelgeräte (Stahl 2 x 12 L) und Sidemount-Rigs sind bei technischen Tauchbetreibern erhältlich. Stufenflaschen (3 L oder 7 L) für Dekompressions-Gas sind weniger häufig zum Verleih — viele besuchende Tec-Taucher bringen eigene Stufenflaschen und Regler mit.
CCR-Wartung: Falls du einen Closed-Circuit-Rebreather mitbringst, bestätige, dass der Malta-Betreiber, mit dem du tauchst, mit deinem spezifischen Modell vertraut ist und Scrubber-Check und Gasfüllung angemessen durchführen kann. Nicht alle technischen Zentren sind mit allen CCR-Modellen gleich vertraut.
Zeitpunkt und Saison: Die beste Saison für technisches Tauchen auf Malta ist Mai–Juni und September–Oktober. Juli–August bringt Freizeittauch-Massen, die um Bootszeit an Spots wie dem Blauen Loch und Ċirkewwa konkurrieren. Im Winter (November–März) bietet sich die beste Sichtweite (30 m+) und leere Spots, aber Dwejra ist wetterabhängig und kaltes Wasser (15–16 °C) macht verlängerte Dekompressionsstopps in weniger als einem Trockenanzug unangenehm.
Die internationale Höhlentaucher-Gemeinschaft auf Malta
Gozos Dwejra steht auf der Route der globalen Höhlentaucher-Gemeinschaft. Internationale Instructoren von NAUI Technical, TDI, IANTD und NSS-CDS besuchen regelmäßig Malta für fortgeschrittene Kurse, und Gozo zieht ernsthafte Höhlentaucher aus ganz Europa an, die keinen Langstreckenflug zu den Quellhöhlensystemen der Yucatán oder Floridas unternehmen können.
Diese internationale Gemeinschaft hat informelle Standards für das Dwejra-Höhlentauchen etabliert, die über den Buchstaben der Zertifizierungsanforderungen hinausgehen. Die praktischen Normen unter erfahrenen Dwejra-Tauchern:
- Leine wird immer ausgelegt, selbst in der Kavernenzone
- Mindestens zwei unabhängige Lichtquellen in der Höhle (niemals nur eine Lampe)
- „Drittelregel” bei der Gasplanung (ein Drittel hinein, ein Drittel heraus, ein Drittel Reserve) — selbst für kurze Penetrationen
- Keine Überkopfumgebungs-Tauchgänge unmittelbar nach einem Flug (mindestens 18 Stunden am Boden)
- Immer als Team tauchen (mindestens zwei Taucher, idealerweise drei für Penetrationen jenseits der Kavernenzone)
Diese Gemeinschaftsstandards unabhängig von deinem Zertifizierungsniveau zu befolgen, schützt nicht nur dich, sondern auch den Ruf des Höhlentauchens auf Malta. Unfälle bei Dwejra haben in der Vergangenheit zu vorübergehenden Sperrungen der Stellen für alle Taucher geführt — vermeidbar mit ordentlicher Ausbildung und Planung.
Für den breiteren Malta-Tauch-Kontext: Malta Tauchoverview und Gozo Blaues Loch Guide.
Zuletzt aktualisiert: 2026-04-20
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