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Mdina Kathedrale und Museum: Tickets, Öffnungszeiten und Highlights

Mdina Kathedrale und Museum: Tickets, Öffnungszeiten und Highlights

Mdina Kathedrale und Museum Tickets: ca. 6–8 € pro Person, Dürer-Drucke, Barock-Gemälde, Silberschatz und römisches Mosaikbodenfragment erklärt

Mdina Kathedrale: zwei Gebäude, ein Ticket

Die Mdina Kathedrale (offiziell: Metropolitankathedrale St. Paul) ist eine der beiden Ko-Kathedralen des Erzbistums Malta — die andere ist die St.-Johannes-Konkathedrale in Valletta. Die Mdina-Kathedrale geht auf eine wesentlich frühere Geschichte zurück als Valletta: Seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. stand an dieser Stelle eine Kirche, erbaut an dem Ort, an dem der Apostel Paulus nach seinem Schiffbruch auf Malta im Jahr 60 n. Chr. vom römischen Statthalter Publius empfangen wurde — der daraufhin zum Christentum übertrat.

Die heutige Struktur stammt überwiegend aus dem Jahr 1702. Sie wurde errichtet, nachdem ein Erdbeben die frühere normannische Kathedrale 1693 zerstört hatte. Der Architekt Lorenzo Gafà schuf ein spanisch beeinflusstertes Barockgebäude, das zurückhaltender ist als der vergoldete Prunkbau der St.-Johannes-Konkathedrale, dabei aber eine ganz eigene stille Würde besitzt.

Das benachbarte Dommuseum, untergebracht in einem Seminargebäude aus dem 17. Jahrhundert, ist eine eigenständige Einrichtung und erfordert ein separates oder kombiniertes Ticket. Es beherbergt einige der bedeutendsten Objekte des Mdina-Komplexes — und eine Kunstsammlung, die die meisten Besucher überrascht, die lediglich religiöse Kuriositäten erwarten.


Ticketpreise und was sie abdecken

Nur die Kathedrale

Der Eintritt in die Kathedrale (Hauptschiff, Seitenkapellen, Krypta) ist als aktiver Gottesdienstraum technisch gesehen kostenlos — in der Praxis wird jedoch eine freiwillige Spende erwartet, und an der Eingangstür wird ein kleines Eintrittsgeld für den allgemeinen Besuch erhoben. Erkundige dich am Kathedralen­eingang nach der aktuellen Regelung.

Ticket für das Dommuseum

  • Erwachsene: ca. 6–8 €
  • Ermäßigt (Studierende, 60+): 4–5 €
  • Kinder unter 12 Jahren: kostenlos
  • Hinweis: Es handelt sich um ein diözesanes Eigentum, keine Heritage-Malta-Einrichtung. Das Museum ist nicht im Heritage-Malta-Multipass enthalten.
Mdina Dommuseum Eintrittskarte

Kombiticket (Kathedrale + Museum)

Ein Kombiticket, das den Zugang zu Kathedrale und Museum zusammen ermöglicht, ist am Kathedraleneingang erhältlich. Dies ist die empfohlene Option — das Museum ist der Hauptgrund, warum kulturell interessierte Besucher zur Mdina Kathedrale kommen.


In der Kathedrale: Was du sehen wirst

Hauptschiff und Marmorboden

Wie die St.-Johannes-Konkathedrale in Valletta hat die Mdina Kathedrale einen Grabplatten-Marmorboden — wenn auch weniger ausgedehnt und weniger aufwändig gestaltet. Die Grabmäler gehören maltesischen Adligen und höheren Geistlichen. Die Säulen und Schiffswände bestehen aus warmem einheimischen Kalkstein (Untere Globigerina), der dem Innenraum einen golden-braunen Ton verleiht, der sich stark von dem grauen Stein typisch nordeuropäischer Kathedralen unterscheidet.

Das Mattia-Preti-Altarbild

Die Apsis wird von einem großen Altarbild des Mattia Preti (1613–1699) dominiert, dem kalabrischen Künstler, der am meisten zur Deckenausgestaltung der St.-Johannes-Konkathedrale beigetragen hat. Das Gemälde zeigt den Schiffbruch des heiligen Paulus — das prägende Ereignis in der maltesischen Christentumsgeschichte — mit Pretis charakteristischer dramatischer Beleuchtung und Komposition der Menschenmasse.

Die Krypta

Unter der Kathedrale befindet sich eine frühchristliche Krypta (zugänglich von innen), die Grabstätten aus dem frühen Mittelalter enthält. Die Reliefs in der Krypta sind relativ schlicht, aber die Atmosphäre ist bemerkenswert. Wer sich für römische Archäologie interessiert, sollte wissen, dass bei Ausgrabungen in der Krypta im 20. Jahrhundert ein Abschnitt eines römischen Mosaikbodens entdeckt wurde — das originale Mosaik ist im Dommuseum oben ausgestellt.


Das Dommuseum: die überraschende Hauptattraktion

Das Dommuseum ist im alten Seminar von 1733 untergebracht, einem wunderschönen Gebäude, das selbst einen Besuch wert ist. Die Sammlung umfasst fünf Jahrhunderte und Bereiche, die die meisten Besucher in einem Kathedralenmuseum nicht erwarten.

Die Albrecht-Dürer-Drucke

Das bedeutendste Stück der Sammlung für Kunsthistoriker: ein umfassendes Set an Holzschnittdrucken von Albrecht Dürer aus dem frühen 16. Jahrhundert. Dürers Holzschnitte — die Apokalypse-Serie, das Leben der Jungfrau, die Große Passion — stellen den Höhepunkt dieses Mediums dar und gehörten zu den am weitesten verbreiteten Bildmotiven im Europa des 16. Jahrhunderts.

Die Mdina-Sammlung wurde vermutlich durch die europäischen Verbindungen der Johanniter-Ritter erworben und gelangte im 16.–17. Jahrhundert nach Malta. Nur wenige Besucher rechnen damit, eine bedeutende Dürer-Sammlung in einem kleinen maltesischen Kathedralen­städtchen zu finden, und die Drucke sind in einem Raum ausgestellt, der eine Betrachtung aus nächster Nähe ermöglicht. Für alle, die sich für die Druckgrafik der Renaissance interessieren, rechtfertigt diese Sammlung allein den Museumsbesuch.

Die Goya-Radierung

Eine kleine, aber bemerkenswerte Goya-Radierung aus der Caprichos-Serie befindet sich in der Sammlung. Goyas Caprichos (1799) sind satirische und surrealistische Drucke; das Mdina-Exemplar wird zusammen mit der Dürer-Sammlung in den Grafikräumen ausgestellt.

Die Barockmalerei-Galerie

Eine Reihe von Räumen beherbergt Barockgemälde maltesischer und sizilianischer Künstler des 17.–18. Jahrhunderts: Andachtsaltarbilder, Porträts von Bischöfen und hohen Geistlichen sowie einige überraschende Genreszenen. Die Sammlung ist nicht vollständig, aber die Qualität der besten Gemälde ist hoch.

Der Silberschatz der Kathedrale

Ein ganzer Raum ist dem angesammelten Silberschatz der Kathedrale gewidmet: Prozessionskreuze, Kelche, Reliquiare und Altargeräte aus vier Jahrhunderten. Die aufwändigsten Stücke stammen aus dem 18. Jahrhundert, als die Diözese bedeutende Schenkungen vom maltesischen Adel erhielt. Die maltesische Barocksilbertradition steht in engem Zusammenhang mit der sizilianischen Tradition und spiegelt die engen historischen Verbindungen der Inseln wider.

Das römische Mosaikbodenfragment

Ein Abschnitt des bei Ausgrabungen im 20. Jahrhundert unter der Krypta gefundenen römischen Mosaikbodens ist im Museum ausgestellt. Das Mosaik ist zwar bescheiden im Vergleich zu römischen Mosaiken in Italien, hat aber im maltesischen Kontext eine erhebliche Bedeutung — es belegt die Kontinuität der Besiedlung an diesem konkreten Ort von der Römerzeit über die frühchristliche Periode bis zur heutigen Kathedrale.


Öffnungszeiten

  • Montag bis Samstag: ca. 09:30–16:30 Uhr
  • Sonntag: 14:00–16:30 Uhr (eingeschränkter Zugang; die Kathedrale ist morgens für Gottesdienste geöffnet)
  • An einigen katholischen Feiertagen geschlossen

Das Museum hat etwas kürzere Öffnungszeiten als die Kathedrale. Bestätige dies am Museumseingang.


Mdina Kathedrale mit einem Mdina-Tag verbinden

Mdina ist eine kleine Festungsstadt — der gesamte Mauerumfang beträgt weniger als 1 km. Die meisten Besucher können die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in 2–3 Stunden erkunden. Eine sinnvolle Reihenfolge:

Eintritt durch das Haupttor: Das barocke Tor am Westende ist architektonisch bedeutsam. Kathedrale und Museum: 60–90 Minuten. Mdina Spaziergang: Die engen Gassen, die Bastionen mit Blick über Zentralmalta, der Palazzo Falson (Normannenhaus-Museum). Rabat (direkt angrenzend): St.-Pauls-Katakomben, Domvs Romana — beides Heritage-Malta-Stätten.

Vollständiger Besuchsplan: Mdina Halbtagesprogramm.

Für geführte Kombinationstouren durch die Kathedrale und Mdina:

Privater historischer Stadtrundgang durch Mdina mit Rabat

St. Johannes in Valletta vs. Mdina Kathedrale: Was hat Priorität?

St.-Johannes-Konkathedrale (Valletta): größer, weitaus prächtiger ausgestattet, beherbergt die Caravaggio-Gemälde, mehr Besucher, 15 €-Ticket. Für erstmalige Malta-Besucher ohne Zweifel der wichtigere Besuch.

Mdina Kathedrale: intimer, das Museum verfügt über die Dürer-Sammlung, Kombiticket ca. 6–8 €, deutlich ruhiger. Ein ergänzender Besuch, kein Ersatz.

Empfehlung: Wenn du beide Kathedralen besichtigen möchtest, besuche die St.-Johannes-Konkathedrale an einem Valletta-Tag und die Mdina Kathedrale an einem separaten Mdina-und-Rabat-Tag. Wenn du nur eine wählen kannst, nimm die St.-Johannes-Konkathedrale.


Praktische Hinweise

Fotografie: Im Inneren der Kathedrale ist Fotografieren ohne Blitz erlaubt. Das Museum kann für einzelne Objekte Fotografierbeschränkungen haben — frage beim Eingang nach.

Kleiderordnung: Die Kathedrale ist ein aktiver Gottesdienstraum. Schultern müssen bedeckt sein (am Eingang werden Schals zum Ausleihen angeboten, wie in anderen maltesischen Kirchen auch).

Barrierefreiheit: Die Kathedrale ist ebenerdig zugänglich. Die Obergeschosse des Museums sind nur über Treppen erreichbar.

Benötigte Zeit: 30 Minuten für die Kathedrale allein, 60–90 Minuten für Kathedrale plus vollständiges Museum.


Häufig gestellte Fragen zur Mdina Kathedrale

Ist die Mdina Kathedrale im Heritage-Malta-Multipass enthalten?

Nein. Die Kathedrale und ihr Museum werden von der Diözese Malta verwaltet, nicht von Heritage Malta. Sie erfordern ein separates Ticket.

Gibt es Führungen durch die Kathedrale?

Ja — mehrere Anbieter von Mdina-Stadtrundgängen schließen die Kathedrale in ihre Route ein. Einige Spezialtouren konzentrieren sich ausschließlich auf die Kunstgeschichte der Kathedrale und des Museums. Der Audioguide des Museums ist für die meisten Besucher ausreichend.

Wann ist die Kathedrale am wenigsten überfüllt?

Wochentags nachmittags (14:00–16:00 Uhr) ist es in der Regel am ruhigsten. Morgentouren aus Valletta und Sliema kommen in der Regel in Gruppen gegen 11:00–12:00 Uhr an. Samstagmorgen ist belebter als Wochentag-Morgen.

Können Kinder das Museum besuchen?

Ja. Das Museum ist nicht speziell auf Kinder ausgerichtet, ist aber ruhig und nicht überwältigend. Der Abschnitt mit den römischen Mosaiken und der Silberschatz interessieren Kinder in der Regel mehr als die Gemäldegalerien. Plane für einen kindergerechten Museumsbesuch etwa 45 Minuten ein.


Die Dürer-Drucke im Detail: Was du siehst

Die Albrecht-Dürer-Sammlung im Dommuseum ist bedeutsamer, als es die knappe Beschreibung im Museum andeutet. Dieser Abschnitt gibt kunsthistorischen Kontext für Besucher, die verstehen möchten, was sie sehen.

Wer war Albrecht Dürer?

Albrecht Dürer (1471–1528) war ein deutscher Künstler aus Nürnberg, der als größter Künstler der Nordischen Renaissance gilt. Als Maler und Druckgrafiker absorbierte er die Ideen der Italienischen Renaissance am wirkungsvollsten und vermittelte sie nach Nordeuropa. Seine Holzschnitte und Kupferstiche verbreiteten sich im Europa des 16. Jahrhunderts weiter als das Werk jedes anderen Künstlers, einschließlich Leonardo da Vincis — Drucke konnten in großer Stückzahl reproduziert werden, Gemälde hingegen nicht.

Dürers Bedeutung in der Kunstgeschichte ist in etwa mit der Caravaggios vergleichbar — eine Persönlichkeit, die die Richtung eines Mediums für eine Generation nach sich definierte.

Die im Dommuseum vertretenen Hauptserien

Die Sammlung des Dommuseums enthält Beispiele aus Dürers bedeutendsten Serien:

Die Apokalypse (1498): 15 Holzschnitte zur Darstellung der Offenbarung des Johannes. Die Vier Reiter der Apokalypse, das bekannteste Bild, stammt aus dieser Serie. Dürers Apokalypse war das erste bedeutende illustrierte Buch, das von einem Künstler und nicht von einem Drucker verlegt wurde — Dürer kontrollierte Produktion und Vertrieb selbst. Die Serie machte ihn innerhalb eines Jahres nach der Veröffentlichung in ganz Europa bekannt.

Die Große Passion (1498–1510): 12 Holzschnitte zur Passion Christi vom Garten Gethsemane bis zur Auferstehung. Sie zählen zu den technisch vollkommensten Holzschnitten, die je angefertigt wurden — die Feinlinienarbeit, die erforderlich war, um die Tonal­abstufungen in Schatten und Gewandfalten zu erzielen, war zu Dürers Zeit beispiellos.

Das Leben der Jungfrau (1500–1511): 20 Holzschnitte zum Leben der Jungfrau Maria. Im Ton häuslicher und lyrischer als die Passionserie, gehörten diese Drucke zu Dürers beliebtesten Werken zu Lebzeiten.

Wie die Sammlung nach Malta gelangte

Der Weg, auf dem eine umfassende Dürer-Drucksammlung in ein Kathedralenmuseum in Mdina gelangte, ist nicht vollständig dokumentiert. Die wahrscheinlichste Erklärung sind die europäischen Verbindungen der Johanniter-Ritter. Die Ritter unterhielten Auberges (nationale Ordenshäuser) in ganz Europa und pflegten aktive Kulturkontakte mit Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. Ein hochrangiger deutscher Ritter oder Wohltäter könnte die Drucke im 16. oder 17. Jahrhundert als Schenkung an die Diözese mitgebracht haben.

Alternativ könnten sie im 17. oder 18. Jahrhundert durch den kontinuierlichen Kontakt der Mdina-Kathedrale mit Kirchenmäzenen aus dem gesamten katholischen Europa erworben worden sein.

Die Drucke betrachten

Die Drucke sind in einem dem grafischen Kunstwerk gewidmeten Museumsraum ausgestellt. Die Beleuchtung ist bewusst gedämpft (archivübliche Praxis für Werke auf Papier). Die Vitrinen ermöglichen eine Betrachtung aus unmittelbarer Nähe. Falls du ein besonderes Interesse an einer bestimmten Serie hast, frage das Museumspersonal — sie können dich manchmal zu den am besten erhaltenen Exemplaren der Sammlung führen.


Mdinas Geschichte: Kontext für die Kathedrale

Wer Mdinas Rolle in der maltesischen Geschichte versteht, erlebt den Kathedralen­besuch mit mehr Bedeutung.

Die älteste Hauptstadt

Mdina (arabisch: „die Stadt”) war von der Römerzeit über die arabische Besatzung (870–1090 n. Chr.) bis in die normannische, aragonesische und kastilische Epoche, die den Johanniter-Rittern vorausging, der wichtigste Siedlungsort Maltas. Als die Ritter 1530 nach Malta kamen, wählten sie Birgu (auf der anderen Seite des Großen Hafens von Valletta) als Hauptquartier, weil es einen besseren Hafen hatte — Mdina blieb jedoch Sitz des maltesischen Adels und der Diözese.

Nach der Großen Belagerung von 1565 und dem Bau von Valletta (fertiggestellt 1571) verlagerte sich das politische Gewicht dauerhaft in die neue Hauptstadt. Mdina wurde zu dem, was es heute noch ist: eine kleine, außerordentlich gut erhaltene mittelalterliche Festungsstadt mit einer Dauerbevölkerung von weniger als 300 Menschen. Ihre Stille und ihr bemerkenswerter Erhaltungszustand sind eine direkte Folge ihres politischen Bedeutungsverlustes im 16. Jahrhundert.

Die normannischen Architekturschichten

Die Kathedrale wurde 1702 gebaut, aber das Stadtgefüge um sie herum ist älter. Das Mdina-Haupttor stammt aus dem Jahr 1724. Mehrere Palazzi bewahren Elemente aus der normannischen Zeit (12.–13. Jahrhundert) — der Palazzo Falson (Normannenhaus), nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt, ist das am besten erhaltene normannische Wohngebäude Maltas und ist mit einem separaten Eintrittspreis für Besucher zugänglich.

Das Erdbeben von 1693

Die heutige Kathedrale ersetzte eine normannische Kathedrale, die beim Erdbeben vom 11. Januar 1693 zerstört wurde. Das Erdbeben verwüstete gleichzeitig Ostsizilien und Südmalta (dasselbe tektonische Ereignis) und forderte etwa 2.000 Todesopfer in Malta und 60.000 in Sizilien. Die Zerstörung der mittelalterlichen Kathedrale ließ nur die Kapelle des Heiligen Paulus unversehrt (das älteste erhaltene Element, das noch an der Nordseite des heutigen Gebäudes sichtbar ist).

Lorenzo Gafà, der maltesische Architekt, der die Ersatzkathedrale entwarf, arbeitete in der Tradition des römischen Hochbarock — er hatte in Rom studiert und war mit Berninis Werk vertraut. Die Kathedrale von 1702 zeigt seine Synthese des römischen Barocks mit der lokalen Kalksteinpalette.


Die Mdina Kathedrale im Kontext der maltesischen Kirchenlandschaft

Malta weist eine außergewöhnliche Kirchendichte auf — 365 Kirchen in einem Land mit 320 km², eine für jeden Tag des Jahres laut volkstümlicher Zählung (die tatsächliche Zahl ist höher). Sie reichen von Wegkapellen bis zur barocken Pracht der St.-Johannes-Konkathedrale in Valletta.

Die Mdina Kathedrale befindet sich im Mittelfeld: größer und bedeutsamer als eine durchschnittliche Pfarrkirche, aber kleiner und weniger dekorativ als die St.-Johannes-Konkathedrale. Was sie auszeichnet, ist nicht die Größe, sondern der Inhalt — die Museumssammlung und das Mattia-Preti-Altarbild sind für ein Gebäude dieser Größe wirklich außergewöhnlich.

Für Besucher, die eine Liste der wichtigsten religiösen Gebäude Maltas abarbeiten:

  1. St.-Johannes-Konkathedrale, Valletta — der unbestrittene erste Anlaufpunkt. Vollständiger Leitfaden hier.
  2. Mdina Kathedrale und Museum — der zweite Pflichtbesuch aus kunsthistorischen Gründen.
  3. Mosta Rotunde — die drittgrößte ungestützte Kuppel Europas. Architektonisch beeindruckend; die Geschichte der Bombe, die im Zweiten Weltkrieg nicht explodierte, ist weithin bekannt.
  4. St.-Pauls-Kathedrale, Rabat — klein, ruhig, mit dem nahegelegenen Katakomben-Komplex verbunden.

Die Dürer-Drucke der Mdina Kathedrale sind der stärkste Grund, sie auf dieser Liste auf Platz zwei zu setzen. Keine andere Kirche oder kein anderes Kathedralenmuseum in Malta verfügt über eine vergleichbare Grafiksammlung.


Ein kombiniertes Mdina-Tagesticket kaufen

Mehrere Reiseveranstalter bieten geführte Stadtrundgänge durch Mdina und Rabat an, die die Kathedrale (mit Museum) als Teil der Route einschließen. Diese Touren sind aus folgenden Gründen empfehlenswert:

  • Der Guide liefert den Kontext, der die Dürer-Drucke, die Goya-Radierung und das Mattia-Preti-Altarbild verständlich macht, anstatt sie nur zu präsentieren
  • Mdinas Gassen erschließen sich am besten durch jemanden, der das mittelalterliche Stadtlayout der Stadt kennt
  • Die Kombination von Mdina mit dem angrenzenden Rabat (St.-Pauls-Katakomben, Domvs Romana) macht den Weg aus Valletta optimal nutzbar

Die geführte Mdina-und-Rabat-Kombination ist besonders für erstmalige Malta-Besucher empfehlenswert, die die vorjohanniter­zeitliche Geschichte der Insel an einem einzigen Tag verstehen möchten. Der Mdina-Halbtagsplan deckt die Logistik im Detail ab.

Zuletzt aktualisiert: 2026-04-20